Zum ersten Mal in Paris essen gehen : Wo anfangen ?
Paris. Große Stadt, großer Hunger, noch größere Erwartungen. Und dann stehst du da, nach fünf Stunden Sightseeing, die Füße tun weh, der Kopf ist voll – und du fragst dich ganz banal : Wo essen wir jetzt ? Genau darum geht’s hier. Nicht um Sterne-Gastronomie mit weißen Tischdecken, sondern um ehrliches, gutes Essen. Für Erstbesucher. Ohne Stress. Ohne Touristenfallen.
Im zweiten Absatz gleich ein Punkt, den viele vergessen : Lage schlägt oft Hype. Wenn du zentral wohnst oder viel zu Fuß unterwegs bist, macht es Sinn, sich an solide, gut erreichbare Adressen zu halten. Rund um Opéra, Madeleine oder Grands Boulevards findest du viele Optionen, die schnell gehen, fair bepreist sind und nicht nach Tiefkühltruhe schmecken. In dem Zusammenhang stolpert man früher oder später über https://restaurantlafayette.fr – praktisch gelegen, klassisch französisch, nichts Verrücktes, aber zuverlässig. Und manchmal ist genau das Gold wert.
Welche Viertel eignen sich wirklich zum Essen ?
Fangen wir ehrlich an : Nicht jedes schöne Viertel isst sich auch gut.
Le Marais zum Beispiel. Super für den ersten Paris-Trip. Altstadt-Flair, kleine Straßen, viele Cafés. Essen ? Durchwachsen. Du findest sehr gute Sachen – Falafel in der Rue des Rosiers, kleine Bistros abseits der Hauptachsen – aber auch extrem viel Mittelmaß. Mein Tipp : Zwei Straßen weitergehen. Wirklich.
Saint-Germain-des-Prés? Schön, literarisch, teuer. Ich finde : nett für einen Kaffee, aber fürs Abendessen oft zu viel Show, zu wenig Inhalt. Klar, Ausnahmen gibt’s. Aber du zahlst hier oft den Namen.
10. und 11. Arrondissement hingegen überraschen viele beim ersten Besuch. Weniger Postkarten-Paris, mehr echtes Leben. Kleine Restaurants, internationale Küche, junge Konzepte. Hier habe ich mehrfach besser gegessen als in „klassischen“ Vierteln. Und günstiger.
Montmartre? Schwieriges Thema. Rund um die Place du Tertre : eher nein. Zwei, drei Straßen weiter : plötzlich ja. Man muss ein bisschen suchen, aber es lohnt sich.
Gut essen nach Budget : realistisch, nicht geschönt
Reden wir Geld. Weil das am Ende entscheidet.
Kleines Budget (10–15 €)
Bouillons sind dein Freund. Bouillon Chartier, Bouillon Pigalle – große Säle, einfache Klassiker, Preise wie aus einer anderen Zeit. Nicht alles ist überragend, aber ein Steak-frites für unter 15 Euro ? In Paris ? Klar geht das.
Bäckereien mittags sind auch unterschätzt. Sandwich jambon-beurre, ein Croissant, ein Espresso. Simpel. Funktioniert immer.
Mittleres Budget (20–35 €)
Hier spielt Paris seine Stärke aus. Kleine Bistros, Tagesgerichte, saisonale Küche. Achte auf handgeschriebene Karten, wenige Gerichte, volles Lokal. Wenn um 19 Uhr schon viele Franzosen da sind, ist das meist ein gutes Zeichen.
Höheres Budget (ab 40 €)
Lohnt sich, wenn du bewusst essen willst. Nicht „weil Paris“, sondern weil du Lust drauf hast. Ich finde : Lieber einmal richtig gut als dreimal so halb. Aber das ist Geschmackssache, klar.
Typische Fehler, die fast jeder macht (ich auch)
Menüs mit Fotos. Mehrsprachig. Direkt neben großen Sehenswürdigkeiten. Du weißt eigentlich schon, dass es keine gute Idee ist – und setzt dich trotzdem hin. Passiert.
Zu spät essen gehen ist auch so ein Klassiker. Viele gute Restaurants schließen die Küche zwischen 14 und 19 Uhr. Stehst du um 16 Uhr hungrig da, wird’s kompliziert. Kleiner Snack vorher rettet den Abend.
Und ganz ehrlich : Bewertungen blind vertrauen ? Schwierig. Ich lese sie, ja. Aber ich schaue mehr auf die Stimmung vor Ort. Laut ? Eng ? Voll ? Dann passt es oft.
Mein Fazit nach mehreren Paris-Besuchen
Paris ist kein Ort, wo man automatisch gut isst. Man muss ein bisschen mitdenken. Viertel wählen, Uhrzeit beachten, nicht beim ersten Lokal stehen bleiben.
Aber wenn man das macht ? Dann kann Essen hier ein echtes Highlight sein. Nicht geschniegelt, nicht perfekt. Sondern lebendig. Genau wie die Stadt selbst.
Und du ? Lieber schnell & günstig oder lang & genussvoll ? In Paris geht beides. Man muss nur wissen, wo.